Zwischen Kaserne und Klassenzimmer: Mit der Gen Z über Sicherheitspolitik reden (mit David Matei)

Shownotes

Beim Scrollen durch TikTok, Instagram und Co. führt kaum noch ein Weg an sicherheitspolitischen Inhalten vorbei. Doch während das Interesse an diesen Themen wächst, nimmt auch die Angst vor einem Krieg in Europa zu. Debatten über die Wiedereinführung der Wehrpflicht tun ihr Übriges, um bestehende Unsicherheiten junger Menschen zu verstärken.

Wie die Gen Z auf Sicherheitspolitik schaut und welche Art der Kommunikation bei ihr verfängt, darüber sprechen Martin Bialecki und Katharina Peetz in dieser Folge von „Pod und die Welt“ mit David Matei, der für die Bundeswehr jahrelang in deutschen Schulen unterwegs war und über seine Social-Media-Kanäle täglich Hunderttausende Menschen erreicht.

Gast: David Matei, Ex-Offizier, Autor und sicherheitspolitischer Content Creator

Links und Empfehlungen aus der Folge:

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00:00:00: Wir haben also gepaartes Interesse mit dieser Angst.

00:00:09: Und das schreit für mich aus allen Poren einfach nach wichtiger Aufklärungsarbeit, die dort in diesem Bereich gemacht werden

00:00:15: muss.".

00:00:16: Corona-Pandemie, Klimakrise und dann auch noch mehrere Kriege mit globalen Auswirkungen – die jüngste Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind geprägt von Unsicherheiten und besonders junge Menschen stehen vor einer Welt, die Ängste auslösen

00:00:30: kann.

00:00:41: Und ich bin

00:00:54: Katharina Peetz und unser Gesprächsgast.

00:00:56: heute wird teilweise als der bekannteste Influencer der Bundeswehr beschrieben.

00:01:01: Auch Social Media-Plattformen wie Instagram und TikTok folgen ihm hunderttausende, herzlich willkommen David Matei!

00:01:13: Sie beschäftigen sich ganz viel oder richten sich an die Gen Zee und manchmal ist dabei dann auch von der Generation Zeitenwände die Rede.

00:01:21: Finden sie das ein treffenden Begriff?

00:01:24: Ja, den benutze ich auch selber häufig als Arbeitstitel.

00:01:27: Dann am liebsten noch das Z so in Klammern gesetzt damit gleich deutlich wird dass es hier eigentlich ein passender Begriff.

00:01:33: einmal die Generation die die Zeitenwende ganz anders erlebt als alle Generationen vorher und natürlich einmal die generation z wie schon passend Eingangs beschrieben.

00:01:43: Sie haben ja gerade einen Buch veröffentlicht diese Woche rausgekommen Das hat den Titel Deutschland ist es wert warum Ich geschworen habe für mein Land zu kämpfen.

00:01:51: Was glauben Sie wie?

00:01:52: Anschlussfähig ist diese Überzeugung unter Menschen der sogenannten Genzi.

00:01:57: Ich glaube, das lässt sich nicht irgendwie auf einem Punkt alleine festmachen.

00:02:02: was ich bei den jungen Generationen wahrnehme ist einfach zunächst erstmal natürlich ein riesiges Interesse an diesem Thema.

00:02:09: Wenn ich mich an meine Zeit zurück erinnere, hat mich die Unterführung hinterm Schulhof am meisten interessiert.

00:02:16: Und damals, wenn man auf die Shell-Jugendstudien schaut, hatten wir so dreißig Prozent der Jugendlichen oder der damaligen jungen Generationen hellte sich für politisch interessiert.

00:02:26: heute sind wir bei über fünfzig Prozent.

00:02:28: Ich hab dann auch die letzten Jahre junge Menschen immer gefragt, woran das liegt und meistens kam dann die Antwort.

00:02:34: Das liegt natürlich an Social Media.

00:02:36: Es kann voll sein von Tanzvideos.

00:02:39: immer wieder kommt dann zwischendurch irgendwas politisches oder politisierendes.

00:02:43: Also auf der einen Seite eine sehr politisch interessierte junge Generation und dann... Die andere Zahl, die ich immer gerne daneben stelle auch, Schell-Jugendstudie, und schon Eingangs erwähnt.

00:03:03: Wir haben also gepaartes Interesse mit dieser Angst.

00:03:07: Und das schreit für mich aus allen Poren einfach nach wichtiger Aufklärungsarbeit, die dort in diesem Bereich gemacht werden

00:03:13: muss.".

00:03:18: früher dann über den Alltag in der Bundeswehr, haben Sie den Eindruck es wird bisher zu negativ über das Thema Sicherheitspolitik-Verteidigungsfähigkeit gesprochen?

00:03:27: Ganz und gar nicht.

00:03:27: Ich würde jetzt gar nicht wehrten.

00:03:29: ich nehme natürlich wahr dass das Meinungsspektrum sich auch bei den jungen Menschen sehr viel verbreitert hat.

00:03:35: Ich möchte natürlich loben, dass die jungen Menschen jetzt schon mal mehr interessiert sind als ich damals.

00:03:41: Aber gleichzeitig sind sie auch mutiger!

00:03:53: Und das ist, finde ich bewundernswert.

00:03:56: Dass man sich da kein Blatt vorm Mund nimmt sondern direkt dort mit der Tür ins Hauswelt gewissermaßen und sich auch nicht schämt irgendwie solche krassen Fragen zu stellen.

00:04:04: Und genau die geben ja dann auch die besten Diskussionen und Gespräche.

00:04:08: Deswegen würde ich jetzt gar nicht sagen sie sind alle auf der einen Seite oder auf der anderen Seite natürlich.

00:04:13: wenn man jetzt zum Beispiel auf die Studien zur... Werbpflicht oder Dienst oder allgemeine Dienstpflicht schaut, dann haben wir tendenziell bei der jungen Generation weniger Zustimmung als bei den älteren Menschen.

00:04:25: Aber auch das nimmt jetzt in den letzten Jahren wieder zu.

00:04:29: Das heißt ich sehe da genauso wie beim Rest der Gesellschaft wirklich ein gesundes ausgeglichenes Verhältnis und Meinungen jenseits der Mitte rechts und links genauso vertreten, sodass ich nicht sagen kann und auch nicht zustimmen möchte.

00:04:44: Wenn die Älteren oft sagen, die Jungen sind alle zu faul und haben keine Lust und möchten sich nicht einsetzen also da sehe ich auch und nehme wahr das dann viele falsche Vorurteile aber auch von beiden Generationen gegeneinander im Raum stehen.

00:05:02: Jetzt zeige Untersuchungen und Umfragen immer wieder, dass junge Menschen von den politisch extremen Rändern angezogen werden.

00:05:08: Gerade Social Media ist ja so ein Raum, wo extreme Positionen gepusht werden.

00:05:12: Ergibt sich daraus denn für Sie?

00:05:13: Und für Ihre Arbeit eine besondere Verantwortung?

00:05:16: Ja ich finde das eine super spannende Verteilung oder Entwicklung auch wenn man dann auf die Geschlechter schaut.

00:05:20: Das sind dann junge Männer, die tendenziell eher rechts wählen und junge Frauen die tendenziell eher links wählen.

00:05:25: Seitdem ich Aufklärungsarbeit mache, ist es mir ein Anliegen Das Meinungsspektrum, so breit wie es ist auch darzustellen.

00:05:34: Das ist etwas was mir als Jugendoffizier mit der Muttermilch gegeben wurde.

00:05:39: da lernen wir den sogenannten Beutelsbacher Konsens das ist auch etwas an dem sich alle Lehrkräfte Deutschlands halten erklärt oder Bedingungen gestellt, wie man in Deutschland mit Schülern und Schülerinnen politische Bildung zu unterrichten hat.

00:05:53: Und da gibt es beispielsweise das Kontroversitätsgebot.

00:05:56: Das heißt die Lehrkraft kann ich einfach sagen diese Partei ist super wählt sie sondern hat eben die Pflicht was in Wissenschafts- und Forschung kontrovers ist ebenso kontroverse darzustellen.

00:06:05: und das war für mich als Jugendoffizier auch schon immer eine Aufgabe.

00:06:08: hey Schaut mal, die eine Seite sieht es so.

00:06:10: Die andere Seite sieht das

00:06:11: so.".

00:06:12: Hier habt ihr ein Buffet verschiedener Meinungen.

00:06:15: Jetzt bedient euch eures eigenen Verstandes und bildet euch eine.

00:06:19: Und genauso mache ich's auch in meinen Videos.

00:06:21: Die enden dann meistens ... Schau mal, sie sagen das?

00:06:23: Die anderen sagen das!

00:06:24: Wie findet ihrs?

00:06:25: Streitet in den Kommentaren.

00:06:26: Fertig.

00:06:27: Noch ein bisschen allgemeiner gefragt.

00:06:28: Damateh, warum funktioniert an dich eigentlich eher unbehagliches Thema wie Sicherheits- und Verteidigungspolitik so erfolgreich auf Social Media?

00:06:37: Weil es alle betrifft.

00:06:39: Es ist nicht mehr irgendwie Auslandseinsätze irgendwo am anderen Ende der Welt und dann alle zehn Jahre mal Hochwasser, wo man eine Uniform sieht, sondern es betrifgt alle.

00:06:48: Und es war natürlich auch vorher dass das uns betroffen hat.

00:06:51: aber jetzt betriffte halt auch unsere Hosentaschen.

00:06:54: Es geht gar nicht mehr an den jungen Menschen vorbei weil es am Handyscreen die ganze Zeit rauf- und runterläuft.

00:06:59: Auch die Zeitenwände und der russische Angriff waren natürlich auch eine Zäsur.

00:07:02: Das sind auch Sachen, die uns ganz konkret ... anpacken.

00:07:05: Ich hatte zum Beispiel die ersten Jahre immer meine Gasrechnungen mit im Unterricht dabei und habe den jungen Menschen erklärt, guck mal die Folgen des Angriffskrieges hier gas... Preise in die Höhe gegangen.

00:07:15: Das war mein Jahresurlaub mit meiner Frau und meiner Tochter, der jetzt draufgegangen

00:07:18: sind.".

00:07:19: Jetzt gerade haben wir ja mit dem mittleren Osten das gleiche auf einmal Tankstellenpreise durch die Decke junge Menschen, die gerade ihren Führerschein machen und dann irgendwie die Freundinnen in der Stadt besuchen wollen und auf einmal Spritpreise da durch die Decke.

00:07:29: Also das ist hier alles miteinander verzahnt.

00:07:31: es ist nicht mehr dieser alte Sicherheitsgedanke wo draußen auf dem Feld zwei Soldaten mit einem Gewehr aufeinander schießen sondern Sicherheit ist überall um uns herum im Sinne des erweiterten Sicherheits-Gedanken betrifft und das alles miteinander vernetzt.

00:07:46: Da haben wir noch gar nicht angefangen, auf die Handys oder in den Cyber- und Informationsraum zu schauen von hybriden Maßnahmen zu sprechen.

00:07:52: Das ist überall in unserer Lebenswelt und lässt sich nicht mehr

00:07:55: vermeiden.".

00:08:17: Schöne Anekdote.

00:08:18: Es war zwei, drei Wochen nach dem Kriegsbeginn oder der Vollinvasion in der Ukraine.

00:08:24: Wir sind also März, ich bin im Großraum Stuttgart gerade an einer Schule Mittagspause große Pause.

00:08:30: schwer Parkplatz zu finden in Stuttgarter und ich habe ja ein Bundeswehr Auto.

00:08:33: unter steht Y Kennzeichen und ist eine Deutschland Flagge drauf.

00:08:36: Also stelle ich mich dann immer einfach auf den Schulhof.

00:08:39: Und da war halt gerade dieser Sahara-Feinstaub, so die Zeit wo man das Auto immer doppelt und dreifach waschen muss abends.

00:08:46: Es war auch maximal diesig rötlich neblig und dann kam aus diesem Nebel ein Schüler auf mich zugerannt.

00:08:53: panisch schrie er dann Herr Soldat, Herr Soldats hat Putin den roten Knopf gedrückt Und ich war erst überrascht und hab natürlich geprüft, klar die Schüler machen oft Witze will er mich auf dem Arm nehmen aber stellte sich heraus.

00:09:04: Er meinte es komplett ernst und war der Meinung dieser rötliche Nebel sei Folge eines nuklearen Fallouts weil Putin Atombomben auf Deutschland oder irgendwo auf Europa geworfen hat.

00:09:15: Da wären wir eben wieder mitten beim Thema.

00:09:17: das war die Zeit, in der auch die etablierten Medien hier fast schon die Sprache des Kalten Krieges wieder angenommen haben und das bei den jungen Menschen auftauchte.

00:09:25: Und da bin ich dann mit dem Jungen ins Klassenzimmer.

00:09:27: Er war mein Abholdienst sozusagen und wir haben darüber diskutiert.

00:09:31: Wir haben ganz offen drüber diskutiert und dann wird halt gesagt ja, da läuft manches falsch.

00:09:35: aber wenn wir zum Beispiel identifizieren Extremismus hat in der Bundeswehr absolut keinen Platz Dann haben wir einen eisernen Besen und gehen vehement dagegen vor.

00:09:44: Das ist nicht zu dulden.

00:09:46: Und diese Offenheit, wenn wir erst mal nicht sofort auf Abwehrhaltung und verteidigen gehen und rechtfertigen sondern ist ein valider Punkt das ist ein Problem wenn es auftaucht.

00:09:56: aber wir haben Mechanismen etabliert dagegen wollen wir vorgehen Punkt.

00:10:00: Und dann finden die es richtig, das gleiche mit Kriegsgeil.

00:10:02: Dann erkläre ich eben ja guck mal wir haben Sanitätsausbildung Wir haben Bilder aus Kriegen gesehen, wir haben vielleicht Kameraden schon verloren?

00:10:08: Wir haben vielleicht die Folgen traumatischer Belastungen gesehen!

00:10:11: Wir sind die Letzten, die Lust auf sowas haben.

00:10:14: Ja und das macht dann für die auch total Sinn.

00:10:16: aber man ist nicht erstmal hier ein auf Pressekonferenz Hier nächste Frage sondern man nimmt es halt ernst und holt ihr auf Augenhöhe ab.

00:10:24: Wenn sie viel in Klassenzimmern unterwegs waren und sind, geht's ja garantiert auch um das Thema Werbpflicht.

00:10:29: Und die Wiedereinführung derselben?

00:10:31: Dann ist ja die Mehrheit der jungen Menschen davon überzeugt es sei nicht so richtig gut mit der Werbflicht.

00:10:35: Ähm ... Dreiundsechzig Prozent der achtzehn bis achtundzwanzig Jährigen waren das an einer Forseumfrage von zweitausendfünfundzwanziger.

00:10:42: Die gesagt haben, finden wir nicht gut.

00:10:44: können Sie das nachvollziehen dass man sagt nö ich möchte lieber verweigern?

00:10:49: Ich war genau so vor fünfzehn Jahren.

00:10:51: Ich war der letzte Jahrgang, ich hatte noch Post vom Kreis für Ersatzamt.

00:10:54: Man hat das nicht mal hinterfragt.

00:10:56: Letzte Reihe Jungs bei uns im Klassenzimmer.

00:10:58: Es war einfach so Gott gegeben, dass wir dagegen waren!

00:11:01: Ich hab das nie hinterfragt.

00:11:02: Alle haben gesagt, wir sind dagegen und man hat auf den Gängen ausgetauscht was sind die Tricks irgendwie durchzukommen?

00:11:08: Einfach weil jemand von außen gesagt hat ihr müsst es machen ... hatten wir von vornherein keine Lust.

00:11:13: Und dann bei mir war genau dieser Wandel, als eben diese Verpflichtung aufgehört hat und man mir gesagt haben sie können freiwillig kommen... Dann erst hat es mich zum Denken gebracht!

00:11:22: keiner will irgendwas, was er von vornherein verpflichtend machen muss.

00:11:25: Diese Freiwilligkeit habe ich dann genutzt um erst mal acht Monate zu schnuppern und da sind dann fünfzehn Jahre draus geworden.

00:11:31: also ich verstehe das total und deswegen bin ich auch weh damit gegen eine Wehrpflicht.

00:11:34: Ich wünsche mir natürlich, ich will nicht geopolitisch oder realpolitisch naiv sein, ich wünsche mich schon ein verteidigungstüchtiges oder fähiges Deutschland aber ich hoffe wir können eine Pflicht vermeiden.

00:11:46: Sie haben aber auch mal in den Interviews erzählt, dass das Geld für sie der Grund war zur Bundeswehr zu gehen.

00:11:51: Ist das rückblickend ein guter Grund?

00:11:53: Hundert Prozent!

00:11:54: So was von hundert Prozent.

00:11:55: Ich könnte da auch noch mal in die Tiefe gehen.

00:11:56: Es war aber für mich die erste Tür, die das geöffnet hat.

00:11:59: Der erste Attraktivitätsanker und ich hatte damals nur dreihundert Euro bekommen.

00:12:03: jetzt bekommen die neunmal so viel zwei tausend siebenhundert Euro.

00:12:06: also das hat mich reingezogen.

00:12:07: Ich bin dann nicht wegen des Geldes geblieben sondern bei mir war es dann vor allem ... eigentlich absolut gar nicht der theoretische Unterricht, der Rechtsunterricht.

00:12:15: Ich hatte erwartet hier eigentlich Kadawa gehorsam und angeschrien werden.

00:12:18: dann erzählt man mir da was von Staatsbürger in Uniformen und ich soll mitdenken und ich muss sogar Befehle verweigern wenn sie rechtswidrig sind.

00:12:24: das ganze hat mich einfach begeistert.

00:12:26: es war für mich Wahnsinn!

00:12:27: Und ich habe gesagt wow das finde cool.

00:12:28: also ich bin fürs Geld gekommen aber wegen der Demokratie geblieben und am Ende sind fünfzehn Jahre draus geworden.

00:12:37: Sie sind u.a.

00:12:38: auch bekannt geworden, oder ich sag mal in den etablierten Medien war sehr viel diskutiert worden über einen Auftritt in der Talkshow wo sie mit Ole Niemann sehr intensiv diskutiert haben Der ja eigentlich die gegenteilige Position von ihnen einnimmt.

00:12:52: Er sagt er würde niemals für sein Land kämpfen.

00:12:55: Er kritisiert Aufrüstung, da schrieben nach Kriegstüchtigkeit Für viele eher eine Linkupposition oder links eher Anschlussfähig würden sie sagen sie sind auf der anderen Seite des Spektrums und eher Menschen mit einer rechteren Einstellung finden sich bei ihnen wieder.

00:13:07: Ich würde genau vermeiden, das zu sagen.

00:13:09: Und zwar weil ich eben alle ansprechen möchte und mich selber nicht irgendwo als ein Meinungsmacher sehe.

00:13:18: was ich ja wahrnehme auf dieser Seite die sie angesprochen haben ist dass da konkret und bewusst aufgefordert wird Kriegsdienst zur Verweigung.

00:13:27: es wird Mittel Wege gezeigt, wie man das machen kann.

00:13:32: Es wird dazu ermutigt und mein Buch ist ausdrücklich kein Gegenstück dazu sondern es ist mehr als dass ich versuche auch in diesem buch nicht Rekruten zu gewinnen Sondern Gedanken zu Gewinn.

00:13:44: Ich bin der Meinung junge Menschen müssen diese Entscheidung selber treffen Und ich sehe mich als einer der ihnen eben hier Werkzeug an die Hand gibt.

00:13:52: aber Diese Diskussion zeigt auch ganz schön.

00:13:55: also damals bei hart Aber fair.

00:13:57: jetzt mittlerweile ein bisschen über ein Jahr der Auslöser meines aktuellen Buches und deswegen hilft es auch, wenn ich ganz kurz erzähle was sich mit diesem Buch dann bezwecke.

00:14:06: Es war nämlich so man erzählte mir aufgrund meiner Videos wolle man mich zu hart aber fair einladen und zwei Tage vorher sagte man mir wer gegenübermit von der Partie sein würde.

00:14:15: also gegoogelt gesehen ja erst schreibt dieses buch warum ich niemals für mein land kämpfen würde gleich gekauft und inhaliert.

00:14:23: Dann festgestellt, ja das ist im Grunde eine Staatskritik.

00:14:26: Da wird Deutschland als ausbeuterischer Herrschaftsstaat dargestellt und dann habe ich Folgendes gefühlt vielleicht kennen sie das wenn Sie auf einer Abendveranstaltung sind und Sie stehen irgendwo im Kreis mit Ihren Getränken und es stellt sich ne fremde Person dazu die Sie nicht kennen und fängt auf einmal an schlecht über jemand zu reden oder fast schon zulässt an den Sie kennen Und die ganze Zeit geht in ihrem Kopf Moment mal ich kenne ihn.

00:14:49: Das stimmt doch gar nicht was der da erzählt Total unfair, was der da macht.

00:14:53: Und dieses Gefühl hatte ich als dieser Autor dann so schlecht über Deutschland gesprochen hat.

00:14:59: Ich hab mich gefragt, wieso spricht da jemand so schlecht in Anführungsstrichen?

00:15:05: Mein Freund Deutschland!

00:15:06: Das hat sich unfair für mich angefühlt.

00:15:08: Vor vierzehn Jahren habe ich geschworen, Deutschland zu verteidigen.

00:15:11: Was ist mein Eid jetzt noch wert, wenn ich das so stehen lasse und nichts sage?

00:15:16: Dann habe ich in der Talkshow vehement widersprochen.

00:15:18: meine Sicht auf Deutschland erklärt hat mich extrem überrascht.

00:15:23: Es gab langen, anhaltenden Applaus auf dem Weg zum Flughafen.

00:15:27: danach war das Video schon millionfach angeschaut worden im Internet und die etablierten Medien haben es für den Rest der Woche aufgegriffen und mir ist aufgefallen, dass lag nicht irgendwie an mir oder meiner Person sondern da steckte etwas drin was noch die Masse der Menschen angesprochen hat.

00:15:45: Immer noch, meiner Meinung nach eine große Masse in Deutschland die zufrieden ist und dankbar ist hier in Deutschland zu sein.

00:15:51: Und nicht naiv und all die Probleme und Herausforderungen ausblenden.

00:15:56: aber immer noch ja es ist doch trotzdem okay Es ist nicht alles perfekt Aber es ist immer noch schön und gut hier in deutschland zu sein und das hat der Verlag auch gesehen und mich dann gebeten das ganze nochmal in ein Buch zu fassen.

00:16:08: Der Freund Deutschland und alles ganz okay hier.

00:16:12: Noch mal kurz zurück zur aktuellen Jugendstudie, jetzt hat ja jeder Fünfte gesagt, jeder fünfte Jugendliche das es konkrete Pläne gäbe aus Deutschland auszuwandern und fast die Hälfte könnte sich das grundsätzlich vorstellen?

00:16:25: Hat die Jugend dann irgendwie doch einen größeren Teil in Deutschland abgeschrieben?

00:16:28: und was glauben sie sind denn die Gründe dafür oder was müsste die Politik dagegen tun?

00:16:33: Ja, mir ist leider dieser ganze Aufruf auszuwandern.

00:16:36: Das war auch jetzt Anfang des Jahres ein Riesenthema auf TikTok und auf Instagram, auf den sozialen Medien wo ich unterwegs bin und das war leider auch zurückzuführen auf eine Kommunikation zum Thema hier Auslandsreisen Genehmigungspflicht für junge Menschen was wirklich nicht... nicht optimal gelaufen ist, was man hätte anders kommunizieren können und ja auch müssen.

00:16:57: Weil es ist halt unten ein komplett anderes Bild von der Bundeswehr und vom Ministerium angekommen als ich selbst erlebt habe.

00:17:04: Und das tut mir natürlich als ehemaliger Soldat und jetzt Reservist tut es mir extrem weh zu sehen dass So wie ich die Bundeswehr wahrgenommen habe als motivierte Truppe, die Bock hat, die für die Sache da ist.

00:17:17: So ganz anders dargestellt wird.

00:17:19: Deswegen mache ich der jungen Generation auch gar keinen Vorwurf weil oftmals sind Dinge, die entschieden werden in der Sache richtig und im Ministerium sitzen auch extrem kluge Köpfe.

00:17:30: Die weit aus bessere Ideen haben als ich.

00:17:32: aber was dann da unten ankommt ist dann immer eine etwas andere Frage und da sehe ich eben diesen Graben oder diese Lücke, die es zu überwinden gilt.

00:17:41: deswegen finde ich da auch diese Rolle zu füllen in diesem Zeitpunkt sehr wichtig.

00:17:50: Ja, wenn wir über so schwierige Kommunikation sprechen.

00:17:53: Sie haben jetzt dieses Beispiel genannt dass einfach da sehr schnell eine Regelung ganz stark die Gemüse erhöht hat, die sich im Endeffekt als ein Fehler rausgestellt hat.

00:18:03: was würden sie sagen?

00:18:05: Was sind denn die größten Probleme bei der Kommunikations von zum Beispiel Seiten des Bundesverteidigungsministeriums?

00:18:11: und inwiefern Erfüllen Sie also auch eine Aufgabe der Regierung?

00:18:16: Soweit würde ich nicht gehen, dass sie heroheitliche Aufgaben erfülle.

00:18:19: Aber es errt mich natürlich wenn Sie das so in den Raum stellen... Ich will jetzt vielleicht gar nicht an... Es war

00:18:23: eigentlich eher so gemeint wie frei und unabhängig sind Sie und wie sehr lassen Sie sich auch von einer Regierung dahingehend beeinflussen?

00:18:31: Ja verstehe!

00:18:32: Ich will's vielleicht gar nich an einem Ministerium festmachen.

00:18:34: grundsätzlich nehm' ich dann in dieser Regierungskommunikation oder auch politischen Kommunikation allgemein ein sehr starres Sen-.

00:18:42: Also es wird halt einfach nur gesendet, so wie früher immer.

00:18:46: Da wird die Pressemitteilung rausgehauen auf TikTok.

00:18:49: aber eine Pressemetteilung im Hochformat ist immer noch nur eine Presse-Meteilung in dem Hochformaten.

00:18:54: Dann wird eben nicht der Austausch gesucht.

00:18:56: und dann kommen wir zu dieser Floskel.

00:18:58: da wird über uns geredet anstatt mit uns.

00:19:01: das hört man zurzeit immer.

00:19:04: Man keiner weiß auch irgendwie genau die Lösung dafür oder was man dagegen macht.

00:19:08: Es wird immer gefordert, aber das ist dann der Eindruck, der entsteht und wie frei ich bin.

00:19:13: also Ich habe überhaupt gar keine Anweisungen oder Vorgraben von Ministerien, die mir sagen was ich zu sagen habe oder was ich nicht zu sagen hab.

00:19:23: Ich war natürlich jetzt vorher fünfzehn Jahre Soldat und bin mit meinem Eid an die freiheitlich demokratische Grundordnung gebunden.

00:19:31: aber das muss man mir nicht von oben herab sagen dass ich mich innerhalb des Rahmens der FDGO bewege.

00:19:37: Das ist ja meine eigene Überzeugung

00:19:39: Und kurze Nachfrage dazu als sie vor allem aktiv sozusagen aus dem Alltag in der Bundeswehr darüber gepostet haben, wie frei konnten Sie da drüber berichten oder posten?

00:19:50: Natürlich haben wir Faktoren in der Bundeswehr die jetzt auch dieses Jahr verschärft wurden.

00:19:54: Die verhindern dass man im Dienst aus Versehen oder aus Unacht sicherheitsrelevantes Material zeigt.

00:20:02: und das ist auch ein der wichtigsten wenn ich sogar der wichtigste Faktor und auch Grund warum jetzt im Februar dieses Jahres den Umgang der Bundeswehren mit Social Media nochmal verschärft oder angepackt wurde.

00:20:12: und da geht es nämlich um die militärische Sicherheit.

00:20:14: Und da kann man einfach auch absolut nicht dagegen argumentieren, stellen sich vor dann macht der obergefreite Dosenkohl ein Video aus dem neuen Leopard IIa VIII und dann gibt es feindliche Kräfte, die das natürlich auswerten und das dann gegen die Bundesrepublik Deutschland nutzen können.

00:20:30: Das ist natürlich absolut zu vermeiden und da ist auch diese Verschärfung zu begrüßen.

00:20:35: Gleichzeitig fällt es mir schwer einer jungen Generation zu erklären, dass die Politik alles Menschen mögliche macht um eine Werbpflicht zu vermeiden und Freiwillige für einen Wehrdienst zu gewinnen aber dann das wichtigste Kommunikationsmittel für junge Menschen einfach mal von oben herab zu verbieten.

00:20:54: Also diese zwei Gedanken würde ich so die Spannung aushaltend nebeneinander stellen.

00:20:59: Jetzt machen Sie ja auch Werbung für Rustungskonzerne zum Beispiel für MBTA.

00:21:05: Warum sind denn junge Menschen für Rüstungskonzerne ein attraktives Zielpublikum?

00:21:10: Ich würde erst mal nicht Werbung nennen.

00:21:13: Was ich da mache, ist Aufklärungsarbeit.

00:21:16: Wir haben zum Beispiel mit der Firma MBDA russische Narrative auf TikTok und Instagram untersucht.

00:21:21: zum Thema Tauros.

00:21:23: Da war eben dann direkt nach der Bundestagswahl letzten Jahres auch groß die Angst hier, Taurus trennete Millionen-Aufrufe als diese Weltuntergangswaffe weil Friedrich Merz jetzt Bundeskanzler.

00:21:33: Jetzt geht der Taurus nach Russland.

00:21:35: Und dann war voll von Panik und Angst und junge Menschen habe mich zum Taurus gefragt ja was ist da jetzt los?

00:21:41: Also haben wir uns überlegt einen Faktenchecker zu machen.

00:21:43: Und dann bin ich also zur MBDA und wir haben dort ein Video aufgenommen, wo all diese Mythen zu Taurus deshalb gar keine Atomwaffe ist sondern eine Präzisionswaffe was für Fähigkeiten er hat und dass die Bundeswehr nicht die einzigen sind, die ihn einsetzen können.

00:21:55: das haben wir in einem Faktenchecker geklärt.

00:21:57: es ist also nichts anderes als das was sich vorher gemacht habe Sachen die so in der Blackbox stattfinden oder zudem man normalerweise keinen Zugang hat oder nicht sieht zu erklären und verständlich zu machen.

00:22:08: aber

00:22:08: wovor läuft für sie die Grenze zwischen Informationen und Propaganda?

00:22:13: Propaganda ist, wenn ich die Massen beeinflussen will.

00:22:16: Und da wäre ich wieder bei meinem Punkt zum Eingang und das auch ein schöner Loop.

00:22:20: Ich versuche, die Tatsachen darzustellen wie sie ist und jungen Menschen an die Hand zu geben, wie diese Tatsache auch von unterschiedlichen Meinungen interpretiert werden damit man sich eine eigene Meinung bilden können.

00:22:35: Wir wollen gerne noch einmal ein bisschen tiefer in die Bundeswehr reingucken und das Thema Extremismus nochmal auf den Tisch holen.

00:22:42: Sie haben mal gesagt, dass man in digitalen Raum solchen Leuten nicht überlassen darf, wir hatten es vorhin auch schon mal ganz kurz angetippt.

00:22:47: Da gibt's ja die Befürchtung, dass gerade in der Bundeswehr oder so eine Tatsache solche extremen Positionen vorhanden sind und dass das aber nicht ausreichend adressiert wird.

00:22:55: Es gibt mehr als tausend Extremismus-Verdachtsfälle, es gibt diesen Fall von den Fallschirmbiergern in zwei Brücken, der weitere Kreise zieht Geht's auch um Extremismus und Drogen, sexualisierte Gewalt.

00:23:06: Warum schafft es die Bundeswehr nicht solche Probleme in den Griff zu kriegen?

00:23:10: Und ist das vielleicht ein Grund für die Personal- oder Nachwuchs-Sorgen und Probleme in der Armee?

00:23:16: Ob es ein Grund ist, kann ich nicht sagen.

00:23:18: aber es wäre wahrscheinlich falsch zu sagen Es ist keiner.

00:23:20: weil es eben eines der Themen die junge Menschen erst mal mit der Bundeswehr verbinden Dann finden sich schon schön, dass sie präzisiert haben auf Verdachtsfälle.

00:23:28: Ist ja dann auch immer spannend im Jahr später rauszuschauen wie viel von denen sich verhärtet haben.

00:23:32: das sind dann immer deutlich weniger.

00:23:34: Zweitens dadurch, dass so viele gerade auftauchen bin ich der Meinung man hat jetzt auch gesunde Mechanismen entwickelt um genau diese deutlich zu machen und diese mögliche frühere dunkelziffer die es vielleicht gegeben hat, eben aufzuzeigen.

00:23:49: Und genau das ist ja auch passiert.

00:23:51: in zwei Brücken gab es ja schon jetzt die Ermittlungen, die laufen, die Entlassungen, die schon eingeleitet wurden.

00:23:56: also da wurden schon Mechanismen entwickelt, die genau dagegen greifen sollen.

00:24:00: Wenn wir so über das Image der Bundeswehr sprechen ich hätte die Tage was gelesen wie die ukrainische Armee so Marketing kann man glaube ich wirklich sagen macht.

00:24:10: Also es gibt Concept Stores wo man dann Hoodies und Caps mit zum Beispiel dem As of Core als Slogan ist in Deutschland schwer vorstellbar.

00:24:18: Glauben Sie, dass sich das irgendwann ändern kann?

00:24:21: Und wo verläuft dafür sie eine Grenze zwischen Patriotismus und aber auch gefährlichem

00:24:26: Nationalismus?".

00:24:27: Ja sehr schöne Frage!

00:24:28: Auch der Vergleich mit der Ukraine war sehr aufspannend.

00:24:30: wenn man auf die ukraine schaut... Die hatte ja damals also vor dem angreif im donnbach-zweitersten gab es auch schon umfragen die man gemacht hat werdet ihr bereit euer land mit der waffe zu verteidigen?

00:24:41: Damals war man in einem niedrigen, zweistelligen Bereich irgendwo bei dreißig Prozent.

00:24:44: Und da hat man diese gleiche Untersuchung oder diese Studie fortgesetzt nach dem Angriff und dann nach der Vollinvasion und stellte sich heraus die Zahlen haben sich verdreifacht bis zu vervierfacht.

00:24:53: auf einmal waren neunzig Prozent über neunzig Prozent der Menschen bereit ihr Land mit der Waffe zu verteidigen.

00:24:58: ich glaube wir haben in Deutschland das Privileg oder den Luxus dass wir nie in Unfreiheit aufgewachsen sind.

00:25:04: es war einfach immer da.

00:25:05: Es war selbstverständlich.

00:25:07: Ich wusste nie was mein Papa meint wenn er von der Freiheit sprach wird wie er nach Deutschland geflohen ist.

00:25:11: Ich wusste aber, was sie ihm bedeutet hat, weil er hat gesagt, er hat sein Leben riskiert als Nichtwürmer mit dem Schlauchboot über die Donau zu fliehen um eben in diese Freiheit zu kommen.

00:25:20: Es ist halt bei uns noch abstrakt.

00:25:21: Wir haben kein Bild dafür im Kopf Weil es eben schon da war.

00:25:25: Und das hat einerseits eben dieses Privileg dieser Luxus.

00:25:28: Aber die Gefahr ist natürlich auch dass man es selbstverständlich sieht und nicht mehr wertschätzt weil es schon immer da war.

00:25:34: Und genau das versuche ich auch in diesem Buch zu machen, eben Gedanken oder Begriffen oder abstrakten Themen wie Freiheit oder dem Sozialstaat oder unser Grundrecht ein Gesicht zu geben.

00:25:44: Weil das sind so alle Begriffe.

00:25:45: die fallen natürlich dann in der Hauptstadt Babel überall aber es löst nichts aus bei den jungen Menschen.

00:25:50: Da kann man sich nicht drunter vorstellen und genau diese Brücke zu schlagen finde ich wichtig.

00:25:58: Zum Schluss die Frage der Untertitel des Buches sehr lautet warum ich geschworen habe für mein Land zu kämpfen.

00:26:04: gibt es für sie ein Szenario, in dem Sie diesen Schwur beruhren könnten?

00:26:09: Ich lasse mich jetzt mal drauf ein und gehe das hypothetisch mit angenommen.

00:26:14: Es kommt zu diesem großen vaterländischen Krieg den ja kein seriöser Experte für jetzt wahrscheinlich hält.

00:26:22: Zu wissen dass meine Tochter und meine Frau irgendwo am anderen Ende der Welt sind in Sicherheit wäre natürlich ein schönes Gefühl für mich.

00:26:32: Aber zu sagen, es wär mir egal dass ich nicht bei ihnen bin.

00:26:35: Wär dann wahrscheinlich auch falsch.

00:26:38: Ich würde Zu meinem eid stehen Ich würde das machen was sich geschworen habe aber Es würde mir schon wehtun so getrennt zu sein von meiner familie und die gefahr Im raum zu haben sie nie wiederzusehen.

00:26:53: aber gleichzeitig wäre ich auch stolz oder dankbar oder zufrieden dass ich dann mit dem Erfüllen dieses Eids dazu beitragen kann, dass sie in Sicherheit sind.

00:27:15: Dann schauen wir mal auf das Gespräch zurück wie immer zum Ende einer Folge was ist uns denn besonders im Kopf geblieben?

00:27:21: Was ragt heraus?

00:27:22: und ich mache heute den Anfang.

00:27:23: Ich möchte mich auch zwei Punkte beschränken.

00:27:27: nach diesem tollen Gespräch fand es sehr gut.

00:27:31: Wir haben schon oft bei potente Weltüberkommunikationsprobleme der Politik gesprochen aus.

00:27:35: Und sich als Politik, wie vermittelt man das zur Bevölkerung?

00:27:38: Das war nun jemand, der gesagt hat da tu ich was dagegen oder tu was dafür dass es besser wird und wir das macht finde ich schon sehr cool und sehr überzeugend.

00:27:46: also die Frage Was hat eigentlich Außenpolitik mit mir in meinem Leben zu tun?

00:27:50: damit der Gasrechnung zu kommen ist natürlich für Ein Medium wie uns, die wir auch versuchen, Leute mal klarzumachen.

00:27:56: Was hat denn Außenpolitik mit mir zu tun?

00:27:58: Klasse!

00:27:58: Das finde ich toll.

00:27:59: und welche Überzeugung er da auch dabei ist und trotzdem sehr abgewogen geblieben sind in all seinen Antworten.

00:28:05: Und das Zweite hat mich überrascht – die Offenheit für das Verständnis für junge Menschen, die verweigern, die gegen eine Wehrpflicht sind, die nicht zum Bund gehen wollen.

00:28:14: Ich habe selber damals auch civilians gemacht, vierundzwanzig Monate lang auf einer Krebsstation und mit behinderten Kindern gearbeitet.

00:28:21: Ich würde da heute auch anders draufschauen.

00:28:23: Und wenn er sagt, klar damals war das so in seiner Jugend und heute oder dann hatte irgendwann die Entscheidung anders getroffen kann ich das wiederum sehr sein nachvollziehen.

00:28:31: und damit konnte ich ganz viel anfangen.

00:28:34: Katharina, wie ging es dir?

00:28:35: Mir hat vor allem seine Nachdenklichkeit gut gefallen und dass er eben sehr abgewogen und differenziert in seinen Ansichten ist.

00:28:45: Einiges davon noch so im Kopf rumgegangen.

00:28:47: Ich finde den Punkt das Privileg der Freiheit, dass wir das in Deutschland mehr schätzen... müssten sehr wichtig und irgendwie so den Wert der Demokratie noch uns viel mehr vor Augen führen müssen.

00:28:59: Und ich finde aber auch den Punkt mit diesem Generationenkonflikt zwischen alt und jung, sehr wichtig weil wir an vielen Stellen ja darüber reden was die Gesellschaft so spaltet und das ist natürlich ein weiterer, der förderlich ist für eine Spaltung und insofern hilfreich sich das vor Augen zu führen und darüber nachzudenken wie man vielleicht differenzierter einander begegnen kann.

00:29:21: Und das war's für heute bei Prott und die Welt dem außenpolitischen Update der Zeitschrift Internationale Politik.

00:29:27: Wir hören uns, wenn Sie mögen in zwei Wochen wieder!

00:29:30: Dann schauen wir auf den NATO-Gipfel und die besondere Rolle der Türkei als Gastgeber.

00:29:34: Vielen Dank fürs Zuhören, sagen Katharina Peetz ...

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