Die USA vor den Midterms: Wird Trump zur Lame Duck? (mit Klaus Brinkbäumer)

Shownotes

Iran-Krieg, Epstein-Files, Papst-Streit: 6 Monate vor den Zwischenwahlen in den USA steckt Donald Trump im Umfragetief. Sollte es den Demokraten im November gelingen, die Mehrheit im Kongress zurückzugewinnen, dürfte das die Handlungsfähigkeit des US-Präsidenten spürbar einschränken.

Zu Gast bei Martin Bialecki und Katharina Peetz ist Klaus Brinkbäumer. Wie der langjährige USA-Korrespondent die aktuelle Stimmung und die politischen Mächteverhältnisse im Land einschätzt, hören Sie in dieser Folge von „Pod und die Welt“.

Gast: Klaus Brinkbäumer, Journalist, Autor und Host des Podcast „OK, America?“

Links und Empfehlungen aus der Folge:OK, America?“, DIE ZEIT, Klaus Brinkbäumer und Rieke Havertz.

Die IP zum Lesen? Gibt es natürlich auch! Zum 80. Geburtstag der IP erhalten Sie das Jahresabo zum reduzierten Preis. Einen Überblick über alle Abo-Optionen finden Sie hier.

Folgen Sie der IP und den Hosts auf Social Media:

Feedback: Wir freuen uns über Ihre konstruktive Kritik, Themenvorschläge oder Fragen. Schreiben Sie uns an ip@dgap.org.

Transkript anzeigen

00:00:00: Es gibt ein vermutlich ungefähr drei Jahre betragendes Zeitfenster, in dem die Demokraten noch eine reelle Chance haben bei fairen Wahlen die Machtverhältnisse wiederzudrehen.

00:00:13: Vier Jahre können einem kurz vorkommen oder sehr lang nachdem wie viel so passiert.

00:00:20: Für die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump gilt wohl eher Letzteres, die ist in einem halben Jahr zur Hälfte rum.

00:00:26: Dann ist tonosgemäß Zeit für die sogenannten Midtermwahlen und auf die wollen wir in dieser Folge von Pod und die Welt vorausblicken!

00:00:32: Ich bin Katharina Peetz

00:00:33: Und ich bin Marzyn Bialecki.

00:00:35: Schön dass Sie zu uns gefunden haben.

00:00:38: Am dritten November sind an einem halbem Jahr werden die US-Bürgerinnen und Bürger wenn alles wie geplant läuft erneut wählen dürfen – und zwar die Mitglieder des Repräsentantenhauses und ein Drittel des Senats.

00:00:49: Die Wahlen gelten als Stimmungstest und sie könnten je nach Ausgang die Handlungsfähigkeit des US-Präsidenten spürbar einschränken.

00:00:56: Wir wollen deshalb über die aktuelle Stimmung und über die politischen Meichteverhältnisse in den USA

00:01:02: sprechen.".

00:01:02: Und wir freuen uns sehr, dass Klaus Brinkbäumer zu Gast ist!

00:01:05: Er war viele Jahre lang US-Korrespondent für verschiedene Medien – und es heute unter anderem haus des Podcasts OK America von der Zeit gemeinsam mit Rike Harwarz, die ja auch schon hier bei uns zu Gast war.

00:01:15: Herzlich willkommen, Klaus Bringbäume!

00:01:21: Auf Ihrer Podcast-Seite heißt es Sie und Rieke Havertz.

00:01:24: Sie lieben die USA, obwohl sie manchmal daran verzweifeln.

00:01:28: zum Einstieg.

00:01:28: Die persönliche Frage mit Blick auf die Mütterms.

00:01:31: Freuen Sie sich darauf oder sind Sie eher verzweinfelt?

00:01:34: Auf die Wahlen jetzt ganz speziell freue ich mich, weil sie ja ein demokratisches Lebenszeichen sein sollten werden.

00:01:42: Ich weiß nicht so genau aber Sie sollten es auf jeden Fall sein und das ist ja eine Gelegenheit manche Dinge zu korrigieren.

00:01:48: Ich glaube dass diese Wahlen noch weitestgehend fair verlaufen müssten wobei sie merken dass sich da schon langsamer rede.

00:01:57: wer weiß ob die Republikaner einen Wahlergebnis akzeptiert werden, wenn die Demokraten an vielen Orten knapp gewinnen sollten.

00:02:05: Da habe ich meine Zweifel.

00:02:07: Im Wesentlichen habe ich gute Laune, wenn nicht an diese Zwischenwahlen denken!

00:02:11: Dankeschön.

00:02:12: Wir haben es ja gerade schon gesagt, diese Mittagsgelden sind ein bisschen als Stimmungstest und aktuell ist die Stimmung ja nicht besonders gut in den USA.

00:02:19: Trumps Beliebtheit ist auf einen historischen Low also sehr, sehr niedrig.

00:02:23: das gilt für die ganze Regierung.

00:02:25: Das liegt vor allem im Iran Krieg und den hohen Preisen für die Lebenshaltungskosten, die auch durch Trump's Zollpolitik noch mal teurer geworden sind.

00:02:32: dann kommt der Umgang mit den Epstein-Files dazu und vieles andere.

00:02:36: Was müsste denn passieren, damit Trump diese Stimmung bis November nochmal rumreißt zu seinen Gunsten?

00:02:43: Das ist im Moment schwer abzusehen dass ihm das gelingen wird.

00:02:48: Aber um auf die Frage zu antworten er müsste die wirtschaftliche Situation im Land im Wahrheit vom Kopf auf die Füße stellen oder einmal komplett drehen, dahingehend das wieder mehr Menschen glauben würden.

00:03:03: Dass es dem Land besser gehe als vor der Trump-Wahl, dass es ihnen besser gehe in der Vergangenheit, dass sie ihren Kindern besser gehen würde als ihnen selbst.

00:03:11: also die Menschen müssten wieder an den American Dream glauben was sie im Moment nicht Und Trump hat seine Wähler und Wählerinnen auf mehreren Ebenen schwer enttäuscht.

00:03:21: Zwei davon haben sie schon angesprochen, die Epstein-Files und den Krieg – der Krieg ist das exakte wirklich zu 180 Grad nur das exakte Gegenteil dessen was er im Wahlkampf angekündigt hatte.

00:03:31: Und dann gibt es die Konflikte wie denen mit dem Papst wo viele der Anhänger und Anhängerinnen Trumps die religiösen die verwurzelt sind bei den Katholiken oder bei den Evangelikalen, wo sie verstört wurden und wo Sie sich fragen warum jetzt auch noch dieser Nebenkriegs-Schauplatz.

00:03:49: Da sind schon ganz schön viele Verstimmungen in sehr, sehr kurzer Zeit.

00:03:53: der Kern bleibt aber die Wirtschaft.

00:03:55: Die steigenden Preise, die hohen Kosten für ganz besonders Öl und Benzin.

00:03:59: an den Gas Stations wird immer wieder gemessen wie es um Amerika steht und im Moment steht das nicht gut

00:04:06: Und Sie haben es gerade schon mal so angedeutet oder zumindest gezögert, wenn wir über die Wahlen sprechen wie sie denn so ablaufen werden.

00:04:13: Ist davon auszugehen dass sie tatsächlich seriös noch ablaufen?

00:04:17: Es gibt ein aus meiner Sicht vermutlich ungefähr drei Jahre Betragendes Zeitfenster, indem die Demokraten noch eine reale Chance haben bei fairen Wahlen die Machtverhältnisse wieder zu drehen.

00:04:31: Es laufen auf vielen Ebenen in den USA Versuche am Wahlrecht herumzudoktern viele Bevölkerungsgruppen von Wahlen auszuschließen.

00:04:40: Und auch jetzt schon, das läuft während wir reden gibt es Einschränkungen im Wahlrecht, gibt es Personalien die wichtig sind also Wahlleiter und Wahlbeobachter.

00:04:50: vor allem geht's natürlich um Wahlleite und Leiterinnen.

00:04:52: diese Posten werden mit Trump-Anhängern besetzt und es ist davon auszugehen dass vor allen wenn es knapp werden sollte an bestimmten Orten, die die Republikaner wenn sie die Wahlen knapp verlieren sollten diese Wahlen anfächten werden.

00:05:07: Dass Sie demokratisch herbeigeführte Wahlergebnisse im Zweifel nicht mehr akzeptieren das ist ja eine neue Qualität in Amerika und das haben wir am sechsten Januar einundzwanzig auf Bundesebene erlebt.

00:05:18: warum sollten Sie also auf der Ebene der Bundesstaaten oder einzelner Wahlbezirke zurückhaltender sein?

00:05:25: Ich rechne sehr damit dass die Republicana Überall dort, wo es hauchdünn ist die Wahl anzweifeln werden.

00:05:36: Dann spielen wir das doch mal durch!

00:05:37: Die Demokraten würden die Mehrheit tatsächlich gewinnen.

00:05:40: im repräsentanten Hauses gilt in Senate als relativ unwahrscheinlich.

00:05:44: Was würde Ihnen das denn ermöglichen?

00:05:46: Inwiefern könnten sie Trump überhaupt beschränken?

00:05:49: Die Demokraten könnten zunächst einmal wieder auftauchen und in die Öffentlichkeit zurückkommen.

00:05:56: Sie sind ja auch deshalb so still im Moment weil sie de facto machtlos sind weil sie keine Ausschüsse kontrollieren, weil sie die Macht auf allen Ebenen verloren haben und das wirkt sich... Aus.

00:06:08: Also sie werden wieder präsenter, das wäre das erste.

00:06:11: Sie könnten mit einer Mehrheit im Repräsentantenhaus ein Impeachment Verfahren ein drittes Amtsenthebungsverfahren an den Staat bringen.

00:06:19: Das würde dann irgendwann auf der Strecke abgeschossen werden spätestens im Senat käme es nicht durch aber Es würde Trump beschäftigen Es würde Neuigkeiten produzieren Es würde das Thema besetzen Es würde die Regierung schwächen weil ablenken und binden Viele Dinge kämen an die Öffentlichkeit, ein Amtsenthebungsverfahren zum Beispiel wegen des Iran-Krieges.

00:06:41: Weil das ein illegaler Krieg ist den der Präsident nicht hätte beginnen dürfen.

00:06:44: Das ist jetzt die Perspektive der Demokraten aber nach allem was ich sagen kann ist die ja rechtlich gedeckt.

00:06:49: Die Demokraten könnten in wirtschaftliche Dinge hinein regieren wenn sie die Mehrheit wieder hätten.

00:06:55: Sie hätten die Kontrolle über diverse wichtige Ausschüsse im Repräsentantenhaus Und wenn sie dann noch den Senat, da sind wir ja noch gar nicht dazu gewinnen.

00:07:05: Dann wäre eine ja richtig breite Opposition gegen Donald Trump aufgebaut und dieser Präsident wäre eine lame Duck.

00:07:13: Er wäre jedenfalls oder ein bisschen vorsichtiger formuliert er würde natürlich weiter Executive Orders verfassen aber er wäre deutlich gebremst

00:07:20: Weil sie den Iran-Krieg jetzt gerade angesprochen haben, denen Trump ja auch im Alleingang gestartet hat.

00:07:25: und am ersten Mal ist die Frist abgelaufen.

00:07:27: Die sechzig Tage Frist, woher er die Zustimmung vom Kongress hätte bekommen müssen.

00:07:31: Er sagt jetzt, die Waffenruhe hat diese Frist sowieso ausgehebelt und außerdem haben andere Präsidenten auch nie was auf diese Regel gegeben.

00:07:39: Was sagt das aus über die Rolle des Kongresses selbst wenn man dann eine demokratische Mehrheit hätte?

00:07:44: Die Rolle des Kongresses ist interpretierbar und dehnbar und wird sehr unterschiedlich ausgelegt.

00:07:50: Wir haben das schon öfter mal erlebt in der amerikanischen Geschichte, dass der Kongress zahnlos war und nicht sehr stark eingegriffen hat.

00:07:58: wenn die Mehrheiten im Kongress mit der Partei zusammenhängen, die auch den Präsidenten stellten dann ist die Kontrolle immer wieder einmal eingeschränkt.

00:08:06: jetzt im konkreten Fall ist es absurd, wie sehr die Republikaner sich unterworfen haben.

00:08:11: Wie sehr sie alles mittragen, also auch auf die eigene Rolle verzichten?

00:08:15: Wie Sie nicht mehr in wirtschaftlichen Dingen kontrollieren wollen?

00:08:20: Wie sie den Krieg einfach so geschehen lassen oder passieren lassen, dass die Regierung Trump von einem Sondereinsatz einer Militäroperation aber nicht von einem Krieg reden will?

00:08:31: Die republikanischen Senatoren und Abgeordneten des Repräsentantenhauses eigene Rolle preisgegeben und damit die Kontrollfunktion des Kongresses, die Gewaltenteilung ausgehäbelt.

00:08:45: Das wäre sofort wieder anders wenn die Demokraten die Mehrheiten hätten und dann offensiver würden.

00:08:51: Man kann also nicht sagen das auf Dauer der Kongresse jetzt geschädigt sei.

00:08:55: zur Zeit aber ist erst.

00:08:57: Es gibt im Moment keine Checks and Balances, wie wir sie aus den guten Zeiten der amerikanischen Geschichte kennen.

00:09:03: Weil die Kontrollfunktion nicht ausgeübt wird auch nicht durch den Supreme Court.

00:09:09: Der ja auch auf Trumps Seite steht!

00:09:11: Im Moment ist es eine Art gleichgeschaltetes System.

00:09:20: Ich wollte noch einmal kurz auf die Demokraten zurück schauen und ein bisschen in die Tiefe gehen.

00:09:25: Trump ist ja sehr unbeliebt, und die Republikaner könnten dem mehr tatsächlich verlieren im Haus an die Demokraten.

00:09:30: Das heißt aber gar nicht dass die Demokraten irgendwie beliebt wären gerade.

00:09:33: Was machen sie denn für Fehler?

00:09:35: Die Demokraten haben einen Grund schon genannt grade, dass sie einfach keine Öffentlichkeit haben.

00:09:39: das kann man sich als Fehler bezeichnen.

00:09:41: Aber welche Fehler gibt es denn und wie könnte eine bessere Strategie für diesen Wahlkampf und vielleicht auch darüber hinaus dann aussehen?

00:09:48: Die Demokraten haben eine ganze Menge Fehler gemacht in der jüngeren Vergangenheit.

00:09:54: Sie fangen damit an, dass sie Kandidaten und Kandidatinnen in entscheidende Wahlkämpfe geschickt haben von denen sie selber nicht wirklich überzeugt waren – einfach weil die dran waren!

00:10:05: Das Geld für Hillary Clinton, das Geld für Joe Biden, die waren halt da, die hatten Zeit verdient, die konnte man nicht aus dem Weißen Haus befördern.

00:10:12: im Falle Beidens Obwohl, und das merken Sie wenn sie in Washington recherchieren.

00:10:16: Wenn sie dort mit Demokraten und Demokratinnen reden die Partei wusste dass die nicht die besten Leute waren, die diese Partei hatte.

00:10:24: Schwerer Fehler ne?

00:10:25: Dann ein und daraus folgt weil das ihre Frage war was sollten sie tun?

00:10:29: einen höchst professionell vorbereiteter Wahlkampf eine Vorwahl bei der Die Besten Kandidaten und Kandidatinnen getestet werden sich beweisen dadurch prominent werden.

00:10:40: Obama war zu Beginn seiner Kampagne auch nicht prominent, es ist dann geworden und dann ins Rennen geschickt werden.

00:10:46: Und da noch gewinnen können!

00:10:47: Also ein Senator wie John Ossoff aus Georgia ist jetzt noch nicht bekannt landesweit der kann das aber werden wenn er in Vorwahlkämpfen sich richtig beweisen muss.

00:10:56: Das ist einer von vielen die es potenziell könnten.

00:11:00: Ganz wesentlicher Punkt ist dieser ewige Richtungsstreit Liberal oder Moderat?

00:11:05: wollen wir links sein und ganz modern, oder wollen in der Mitte sein.

00:11:10: Der hat die Partei an die Grenze der Unwählbarkeit getrieben.

00:11:14: Die Demokraten sind in wirklich vielen Teilen der USA – das meint einstige Swing-States wie Ohio oder Pennsylvania nicht mehr wählbaren!

00:11:23: Warum?

00:11:24: Weil sie als zu elitär ostküstig liberal so kulturkriegerisch wahrgenommen

00:11:31: werden?!

00:11:32: Eine naheliegende Konsequenz.

00:11:34: ist, dass sie an den jeweiligen Orten die dort passenden Kandidaten und Kandidatinnen auswählen um dann an viel mehr Orten wieder konkurrenzfähig zu sein und diesen Richtungsstreit zu vergessen.

00:11:47: Ist das Opportunismus kein bisschen?

00:11:48: Das ist Politik!

00:11:49: Dass man versucht überall Wahlen gewinnen zu können.

00:11:53: Ein dritter Punkt ich möchte jetzt nicht endlos reden aber ganz ganz wichtig ist eine Kommunikationsstrategie.

00:11:58: Die Demokraten haben bisher keinen Mittel gefunden auf das Dauerfeuer Donald Trumps diese Permanente Richtungsänderung dieses Gewinnen von Aufmerksamkeit und Halten von Aufmersamkeit, was Trump ja wirklich beherrscht zu reagieren.

00:12:14: Das können die nicht kontern.

00:12:15: Gavin Newsland schafft das ein bisschen in Kalifornien aber auf so einer ironischen satirischen Ebene.

00:12:21: eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Medienstrategie des Weißen Hauses Donald Trumps ist zwingend nötig.

00:12:30: Und das ist schwer, ne?

00:12:31: Also integer aber laut zu kommunizieren ist eine echte Aufgabe, aber ohne dass geht es nicht!

00:12:37: Aber wenn ich Ihnen zuhöre und das richtig verstehe, dann ist es ja wirklich ein Spagat einerseits zum Beispiel in Sachen Kommunikationsstrategie geschlossen eine Antwort auf Trumps Kommunikationen zu finden.

00:12:48: Und trotzdem sagen Sie man muss eigentlich Kandidaten danach auswählen je nachdem wo man versucht gerade die Wahl zu gewinnen.

00:12:54: also es gibt eigentlich keine allgemeingültige Lösung.

00:12:57: wie kann diese Gleichzeitigkeit gelingen?

00:12:59: durch eine klare Rollenverteilung.

00:13:01: Und ich sage überhaupt nicht, dass das einfach sein.

00:13:03: Die klare Rollenverteilungen könnte sein in den etwas mehr in der Mitte befindlichen ländlicheren Gegenden Industriestandorten wo moderate Kandidaten und Kandidatinnen größere Chancen haben eben solche zu finden die dann sich aber für die regionalen Themen einsetzen Für den Standort einsetzen die sich also an ihre Rolle halten Präsidentschaftskandidatin, hoffentlich eine Frau oder einen Präsidenschaftskandidaten zu finden hinter denen die ganze Partei rückt.

00:13:36: Hinter dem sich alle versammeln können der oder die dann auch den Spielraum bekommt, den demokratischen Kandidaten und Kandidatinnen in der Vergangenheit oft nicht hatten weil die Parteien immer sofort gezweifelt haben so ein bisschen wie die deutsche SPD.

00:13:48: Ist Kamala Harris die richtige?

00:13:50: Ha, jetzt haben wir sie nominiert.

00:13:52: Wollen wir wirklich hinter ihr stehen?

00:13:54: und dann vergeht wieder eine Woche und wieder ne Woche und widerne Woche und dann wird Kamal Harris natürlich nicht gewählt.

00:14:01: Wenn Sie zu spät nominieren wird und dann angezweifelt wird und denn dann führt das dazu dass viele Menschen in den USA die Kandidatin noch nicht mal wirklich wahrgenommen haben.

00:14:11: Die kannten Kamala Harris nicht nur.

00:14:13: Die demokratische Partei hat eine Entschlossenheit vermissen lassen, die die Republikaner seit vielen Jahrzehnten haben.

00:14:20: Die Republikana sind die härtere Partei, die sind kälter im Umgang mit der Macht, die versammeln sich dann im Zweifel selbst hinter jemandem wie Donald Trump den sie gestern noch verachtet haben aber weil das dann ihr Mann ist alle hinter Trump.

00:14:35: das schaffen die Republicaner und das müssten die Demokraten auch schaffen wenn Sie wieder gewinnen wollen anders werden sie es nicht gewinnen.

00:14:47: Publikane sind kälter und härter im Umgang mit der Macht.

00:14:50: Sagen Sie, nun haben sie vorhin auch gesagt es gibt ja schon so Fragmentierungen und Absetzbewegung in Ärzte zu erkennen.

00:14:56: wie stark ist denn der Rückhalt noch wirklich für Trump wenn man auch ein bisschen die MAGA Bewegung also make America great again reinzoomt?

00:15:03: Wie viel Rückhalt hat er noch?

00:15:05: Ist ganz schwer zu sagen weil's zwei unterschiedliche Wahrnehmungen gibt die nicht beide gleichermaßen wahr sein können.

00:15:12: Die eine isst und da steht im Moment ich dass das so eine Themenbezogenes Skepsis gibt, aber nicht Personen bezogen.

00:15:20: Also dass es viele Menschen gibt die Trumps Politik in Sachen Iran ablehnen weil er etwas anderes versprochen hatte?

00:15:26: Weil sie nicht sehen wohin dieser Krieg führen soll und weil die Preise in den USA steigen?

00:15:31: Die aber trotzdem hinter Trump bleiben!

00:15:34: Weil die Alternative wäre dann die Demokraten zu wählen oder weil Sie sich so sehr mit Trumpspolitik verschränkt haben das sie im Prinzip weiterhin alles mittragen was dieser Präsident macht.

00:15:45: Die andere Wahrnehmung ist, da bricht gerade etwas.

00:15:49: Weil Trump den Krieg begonnen hat, weil er den Papst angreift, weil die Wirtschaftsdaten sind wie sie sind, weil der Präsident langsam krank oder sehr alt zu werden scheint und immer noch erratischer redet als gestern – vielleicht stimmt auch beides ein bisschen!

00:16:04: Dass manche Menschen bei der zweiten Position sind und die Loyalisten der Kern-der-Mager-Bewegung bei der ersten Position.

00:16:12: Es muss aber auf jeden Fall ein Alarmzeichen für die Trump-Mannschaft sein, dass Leute wie Tucker Carlson von Trump wegrücken.

00:16:19: Also wirklich richtig wuchtig auftretende Podcaste, die zu Trumps Wahl aufgerufen hatten und die treu hinter ihm waren und plötzlich sagen es war ein Fehler, Trump jemals unterstützt zu haben.

00:16:32: Leute wie Carlson sind wichtig bei den Republikanern und das spielt eine Rolle auch für Trump selber.

00:16:39: Man hat ja gemerkt, wie sehr ihn das getroffen hat

00:16:41: Und wenn Sie das so beschreiben, dass man ... Ich hab's ja gesagt.

00:16:46: Es gibt auch eine große Verschränkung mit Trump und ich frag mich so ein bisschen, gibt es denn überhaupt noch eine Alternative für die Republikaner?

00:16:53: Also wie abhängig ist man von Trump?

00:16:55: Wir sprechen öfters dann mal über J.D.

00:16:56: Vance, der ja nun wirklich einfach zumindest was als Charisma angeht nicht ebenbürtig Trump isst und auch grade immer wieder in ganz unmögliche Jobs- und Situationen gebracht wird von Trump.

00:17:07: Wie sehr brauchen die Republicana Trump auch?

00:17:10: Ich habe im vergangenen Jahr sehr viel Zeit in den USA verbracht, bei der Recherche für ein Buch und war sehr überrascht darüber.

00:17:18: Wirklich?

00:17:18: Warte ich, ich hätte das nicht erwartet!

00:17:19: Wie sehr sich auch 25-jährige Trump unterworfen haben?

00:17:23: Und wie sehr sie sagen, der weiß etwas was wir nicht wissen können?

00:17:26: Bestens ausgebildete Menschen in Washington DC Anwälte, Anwältinnen, Leute die für Parteistiftungen oder Medienunternehmen arbeiten.

00:17:36: Die Traumdrops in Washington haben sagen der Mann führt uns in eine bessere Zukunft und wir können nicht alles wissen was der war ist.

00:17:43: das ist eine religiöse Verklärung die mich tatsächlich an faschistische Zeiten erinnert hat und diese Menschen sind ganz treu bei Trump auch weiterhin.

00:17:52: Die entscheidende Frage ist, wie groß die Gruppe derer, die treu bei Trump sind.

00:17:57: Der Kern der MAGA-Anhängerschaft steht zu diesem Mann weil für die Donald Trump diese Bewegung ist.

00:18:04: Der personifiziert diese Bewegungen.

00:18:06: Der ist die Leitfigur, der sie hinterherlaufen und Sie haben sich entschieden das zu tun.

00:18:13: Diese Anhänger sind leidensbereit.

00:18:15: Die nehmen auch in Kauf dass die Preise höher sind, die nehmen im Zweifel sogar in Kauf, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren Weil sie sich so emporgehoben wähnen und als Teil einer Bewegung sehen.

00:18:26: Das passiert ja nicht zum ersten Mal in der Geschichte, ist das aber die Mehrheit?

00:18:30: Das ist die ganz entscheidende Frage.

00:18:31: oder wie groß diese Gruppe ist im Moment?

00:18:34: Und jetzt komme ich zum Kern ihrer Frage hat sich die Partei Donald Trump unterworfen Wenn Sie mal die Bilder sehen, wie im Kongress die Republikaner jubeln wenn Trump deine State of the Union-Speech hält dort.

00:18:45: Wie sie die Fäuste empor recken und USA USA brüllen, wenn Trump den Angriff auf Grönland ankündigt oder dergleichen?

00:18:53: Da ist keinerlei Kritik mehr!

00:18:55: Und wenn jemand Trump kritisiert wie Marjorie Taylor Greene vor einiger Zeit eine Abgeordnete im Repräsentanten aus dann tritt sie sofort danach zurück.

00:19:03: Dann äußert sie einen kritischen Satz und weg ist sie.

00:19:05: Das baut natürlich keinen Widerstand in der Part... Die Partei ist ideologisch hinter Trump, sie fühlt sich bestätigt durch Trump.

00:19:15: Sie hat an ganz entscheidenden Stellen Migrationsgesetze betreffend, Abtreibungsgesetzen betreffen das Bekommen was sie wollte.

00:19:23: Trump hat bereits geliefert.

00:19:25: Das ist ganz wichtig für die Einschätzung der Loyalität.

00:19:28: Die Partai sieht oder hat gesehen dass Trump Dinge eingelöst hat?

00:19:32: Die stehen zu ihm!

00:19:33: Und was die Nachfolge angeht, die Suche läuft hinter den Kulissen schon.

00:19:37: Im Moment glaube ich dass es eher Rubio sein wird als Vans das auch Trump sich eher bei Rubio einsortiert.

00:19:45: der hat ihm sehr viel Macht gegeben.

00:19:46: zwei wichtige Posten National Security Advisor und Außenminister.

00:19:51: wann gab es diese Machtballung jemals?

00:19:53: Rubio scheint derjenige zu sein der dann irgendwann noch ein sogenanntes Endorsement also eine Empfehlung von Trump kriegen könnte.

00:20:00: Das ist noch ein bisschen weit weg, aber das könnte kommen und dann so als Nachfolger aufgebaut werden.

00:20:06: Und dann wird es weitergehen.

00:20:07: Der wird die Trump-Politik im Zweifel weiterverfolgen.

00:20:10: Aber das ist alles noch nicht ausgemacht.

00:20:12: Wir sind da gerade im spekulativen Bereich.

00:20:14: Sie haben dieses Heilsversprechen, diesen praktisch messianischen Charakter angesprochen oder bringt Bäume ab.

00:20:20: Nun wird auch der beste Heilige irgendwann mal älter und bei Trump sieht man das ziemlich zurzeit, finde ich spielt das irgendeine Rolle in seiner Anhängerschaft dass sein Gesundheitszustand offensichtlich nicht mehr der Allerbeste ist?

00:20:33: Kernanhängerschaft erstaunlich wenig?

00:20:36: Die Diskussion, die bei Joe Biden geführt wurde über den Gesundheitszustand und die Fähigkeiten des Präsidenten erleben wir jetzt nicht.

00:20:45: Jedenfalls nicht von diesen Leuten!

00:20:47: Die lassen Trump sehr viel durchgehen Und halten das eher für Verunglimpfung durch die Demokraten.

00:20:54: Ein polarisiertes Land, und das sind die USA ja.

00:20:57: zweifellos bringt die Menschen immer wieder dazu dass sie sich so fundamental entscheiden zu welcher Seite Sie gehören wollen.

00:21:04: Und wenn ich mich entschieden habe auf der republikanischen Seite zu stehen dann höre ich es nicht.

00:21:10: Dann will ich das nicht wahrhaben dass Donald Trump möglicherweise in den Demenz abgleitet.

00:21:16: Da muss man vorsichtig sein, weil es keine gesicherte Diagnose gibt.

00:21:20: Aber es wird in den USA von neutraleren Medien und natürlich sowieso auf der demokratischen Seite längst darüber spekuliert warum Trump innerhalb von dreißig Sekunden manchmal den selben Satz drei Mal sagt.

00:21:33: Also wirklich identische Sätze wiederholt und Trump hat immer schon erstaunliche Reden gehalten, das hatte aber vor acht Jahren nicht getan.

00:21:41: Das ist neu.

00:21:41: Dieses sehr, sehr redundante Repetitive ist eine neue Qualität.

00:21:47: Sehen das seine Anhänger?

00:21:48: Nein, kein bisschen!

00:21:53: Wenn man sich diese ganzen Entwicklungen und Verschiebungen, Dynamiken vor Augen führt dann würde ich Sie zum Schluss gerne nochmal fragen.

00:21:59: Was glauben sie?

00:22:00: Wir sind jetzt ein halbes Jahr vor den Midterms.

00:22:03: wie viel kann sich da noch verändern verschieben vielleicht doch nochmal eine ganz andere Richtung nehmen.

00:22:09: Oh

00:22:09: amerikanische Politik und Prognosen.

00:22:12: die wahrscheinlichste Abfolge der Dinge ist für mich die das Trump nicht aus diesem Krieg herausfindet, dass er schlicht den Ausweg nicht findet und das es ein nächster endloser Krieg wird.

00:22:24: Vielleicht mit einem dauerhaften Waffenstillstand aber keiner wirklichen Lösung dieses Konfliktes.

00:22:29: Und dann müssten die Demokraten eigentlich die Wahlen gewinnen können im Repräsentantenhaus allemal?

00:22:36: Und selbst im Senat, Sie haben das Eingangst gesagt wo es nur um ein Drittel der Sitze geht und vor allem um Sitze die eigentlich fest in republikanischer Hand sind.

00:22:44: Ich glaube dass das das Wahrscheinlichste ist.

00:22:46: Trump wird also nicht den Ausweg finden und die Republikaner werden bestraft werden bei den Midterms.

00:22:52: Es sind viele Dinge möglich aber zwei andere Szenarien sind auch noch denkbar.

00:22:56: einmal dass Trump es schafft, dass er morgen diesen Krieg beendet und einen Sieg verkündet.

00:23:02: Und dann ist irgendwie wieder hinkriegt sofort andere Narrative ins Blickfeld der Öffentlichkeit zurück.

00:23:10: Das hat er ja schon oft geschafft, das dann Dinge sehr schnell vergessen waren.

00:23:14: Nur so konnte er überhaupt wiedergewählt werden weil Dinger aus seiner ersten Amtszeit vergessen oder abgehakt oder irgendwie bei Seite geräumt worden sind.

00:23:22: Dafür ist schon noch genug Zeit!

00:23:24: Das kann ihm gelingen.

00:23:25: Und dann das Dritte, dass etwas ganz Überraschendes passiert.

00:23:28: Etwas womit wir alle nicht rechnen.

00:23:30: Eine gesundheitliche Diagnose ein... Ich mag's jetzt gar nicht aussprechen aber Attentatsversuch.

00:23:35: Wir haben ja gerade erst einen weiteren erlebt im Hilton in Washington DC.

00:23:39: Solche Dinge sind in den USA in diesen hitzigen Zeiten selbstverständlich auch immer

00:23:44: möglich.".

00:23:45: Mit dem Journalisten Klaus Brinkbäumer haben wir auf die Zwischenwahlen in den USA im November vorausgeblickt.

00:23:51: Vielen Dank für das Gespräch!

00:23:53: Sehr gerne, es war eine Freude.

00:23:57: Und jetzt nehmen wir uns noch mal einen Moment um über das Gespräch, dass wir übrigens am vierten Mai aufgezeichnet haben.

00:24:03: Das muss man ja in diesen Zeiten immer dazusagen zu reflektieren.

00:24:06: ich fange mal an.

00:24:07: also ich fand es ein sehr interessantes Gespräch mit Klaus Brinkbamer und vor allem fand ich interessant wie er so gegenübergestellt hat einerseits die Demokraten und dann die Republikaner.

00:24:17: also die Demokraten diesen ganz schwierigen Spagat schaffen müssen zwischen irgendwie eine Antwort auf Trump finden, geschlossen dastehen hinter einem Kandidaten sich versammeln.

00:24:25: Aber gleichzeitig individuelle Lösungen finden je nachdem wo man gerade versucht eine Wahl zu gewinnen.

00:24:31: und bei den Republikanern ja finde ich ist er deutlich geworden dass dieser Rückhalt hinter Trump natürlich der ganz große Vorteil und Unterschied zu den Demokraten ist, dass daraus aber auch so eine Abhängigkeit entstanden ist.

00:24:44: Und eben den Punkt fand ich wichtig wie verklärt er auch einfach von normalen Menschen teilweise ist?

00:24:50: Ich glaube das hilft auch aus einer deutschen europäischen Perspektive nochmal zu verstehen warum weiterhin Trump eigentlich doch auch sehr viele Anhänger hat.

00:24:58: Martin Wie ging's dir?

00:24:59: Ja Katarina Danke!

00:25:01: Wieso viele Analysen über Die USA?

00:25:03: müsste man auch diese Anfang mit normalerweise.

00:25:07: Und dann sehr schnell sagen, normal gibt es halt nicht mehr in diesen Zeiten denn normalerweise würden die Demokraten abräumen bei dieser Wahl und mit Schimpf und Schande würde Trump schon längst zum Hof gejagt worden sein.

00:25:16: Ob das so sein wird im November?

00:25:18: Das bringt man hat selber gesagt amerikanische Politik und Prognosen.

00:25:21: Das wissen wir nicht.

00:25:22: Es sieht jetzt alles danach aus aber es kann einfach so wahnsinnig viel noch passieren.

00:25:26: und da wollte ich auf zwei Aspekte heraus einmal diese extrem lenkbare Öffentlichkeit Trump, sondern weil das System so ist wie es sehr, sehr einfach zu manipulieren und zu steuern ist.

00:25:37: Weil die Medienlandschaft extrem fragmentiert ist, weil die Bereitschaft zur Erregung so hoch ist.

00:25:42: und Stichwort System – Trump spiegelt einfach in sehr vielm ein Land, einen Zustand an Systemen, dass sich an ihn gewöhnt

00:25:50: hat."

00:25:50: dass sich nicht dann ändern wird, wenn er einfach weg ist.

00:25:54: Es gibt auch so eine Sehnsucht nach dieser Spiegelung und nach einem Zustand in dem sich Amerika, finde ich ein bisschen verloren hat.

00:26:00: bei allem Respekt vor und bei aller Liebe zu diesem großen Land, das ein gesundes Zustand sogar keine Rolle spielt für die, die wirklich so Heiserwartungen haben oder ihn als einatmen.

00:26:09: Das finde ich nach wie vor einfach krass, wenn man das so platt sagen darf!

00:26:17: Und damit sind wir am Ende der heutigen Folge von Port und die Welt, die im außenpolitischen Update der Zeitschaft internationaler Politik.

00:26:23: Danke fürs Zuhören und sagen Martin Bialecki.

00:26:26: Und Katharina

00:26:27: Peetz.

00:26:27: Tschüss und bis zum nächsten Mal.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.